Wasserrettungsübung BAYERN 2009 – Marschbefehl

Wasserrettungsübung BAYERN 2009 LOGO

Allgemeine Lage: Starke Regenfälle mit bis zu 200 l/m² im Zeitraum 22.-27.04.2009 haben die Zuflüsse der DONAU sowohl im Alpenraum als auch nördlich bis zu den Meldestufen 3-4 ansteigen lassen. Im Zeitraum 24.04. – 26.04. kam es in den alpennahen Landkreisen BGL, TS, RO,MB, TÖL, GAP, OAL und KE zu grossflächigen Überschwemmungen, die aber mittlerweile auf Warnstufe 3, zum Teil sogar auf Warnstufe 2 zurückgegangen sind. So sind an ILLER, WERTACH und LECH nach Rückgang der Scheitelwelle zu 90 % nur noch landwirtschaftliche Nutzflächen und Ausgleichsflächen überschwemmt. Die ISAR wird durch den Sylvensteinspeicher begrenzt, ebenso halten Walchen- und Kochelsee den grössten Teil der Wassermengen zurück, so dass es im Bereich MÜNCHEN max. zur Warnstufe 3 kommen wird. INN, ALZ und SALZACH sind seit 25.04. durchgängig auf Meldestufe 3, teilweise sogar 4. Ausgleichsflächen sind wenige vorhanden, so dass sich eine Scheitelwelle Richtung INN bewegt. Im Bereich der nördlichen Zuflüsse der DONAU sind vor allem die Zuflüsse der ALTMÜHL, SCHWARZER LABER, NAAB und REGEN über die Ufer getreten und haben vor allem Übergänge und Ortschaften unter Wasser gesetzt. Alle Zuflüsse haben mittlerweile einen Großteil der Wassermenge in die Flüsse einfließen lassen. Durch weiter anhaltende Regenfälle drohen gerade im Bereich der DONAU, INN und ISAR Deichdurchweichungen und Deichbrüche. Ortschaften und Ansiedlungen in gewässernahen Bereichen sind durch Überschwemmungen bedroht.

Eigene Lage: Die Wasserwacht Bayern ist seit dem 23.04. in den betroffenen Landkreisen im Rahmen der Kreiswasserwachten im Einsatz. Die Bezirksverbände und das LIZ sind seit 24.04. einsatzklar und haben die Kommunikation mit den KWW sichergestellt. Schwerpunkt der Tätigkeiten waren Absicherung von Schutzmaßnahmen, Überwachung von neuralgischen Stellen und Evakuierung von Bevölkerung aus abgeschnittenen Landabschnitten. Auf Grund der weiter anhaltenden Regenfällen mit Werten von 50 – 90 l/m² und den Scheitelwellen der Flutwelle werden in den Bereichen INGOLSTADT, REGENSBURG und PASSAU Überschwemmungen im Hinterland der Gewässer erwartetet.

Auftrag: Auftrag der Wasserwacht Bayern ist es, zeitnah 3 Wasserrettungszüge zur Verfügung zu stellen um damit die Maßnahmen im Bereich INGOLSTADT und die angrenzenden Landkreise zu unterstützen.

Durchführung: Die Wasserwacht Bayern bildet mit folgenden Komponenten den Wasserrettungszug III:

  • Zugführung – WW Ostbayern 10/1
  • Zugtrupp – WW Franken 12/1
  • Bootstrupp 1 – WW Ostbayern 91/3
  • Tauchtrupp 1 – WW Oberbayern 91/2
  • Bootstrupp 2 – WW Unterfranken 91/1 (zur Info, dass sind wir Hammelburger)
  • Tauchtrupp 2 – WW Schwaben 91/4

Hierzu sammelt sich der Zug im Raum INGOLSTADT. Sammelpunkt ist der Parkplatz des Sportplatzes in LENTING, Am Sportplatz. Dieser ist über die BAB 9, Anschlusstelle 60 LENTING anzufahren. Das Anfahren des Sammelpunkts erfolgt nicht vor 01.05.2009 0800 Uhr.

Der Zug sammelt sich so, dass er am 01.05.2009 um 1015 Uhr das Eingangstor Süd (Am Auwaldsee, Ingolstadt) passiert und auf den Übungsplatz einfährt.

Versorgung: Betriebsstoffe und Verpflegung sind für die gesamte Zeit des Marsches durch die Einheiten selber sicher zu stellen. Die Einheiten müssen mit Passieren der Ablauflinien über mind. 90 % der möglichen Betriebsstoffe für KFZ und Ausrüstung verfügen.

Führung und Verbindung: Bis zum Sammelpunkt marschieren die Trupps eigenverantwortlich. Die Zeiten sind abzuschätzen, dass der Sammelpunkt so angefahren wird, dass ein gesammelter Marsch in den Übungsraum zum vorgegebenen Zeitpunkt möglich ist. Ab Sammelpunkt übernimmt der Zugführer die Führung des Zuges. Meldungen und Anfragen erfolgen ab den Ablauflinien: BAB9 – AS INGOLSTADT NORD und BAB9 – AS INGOLSTADT SÜD über Kanal: 500 GU WW BAYERN 12/1 (Einsatzleitung).
Folgende Meldungen haben zu erfolgen: 1. Zug vollständig im Sammelraum, marschbereit 2. Zug Eingangstor Süd – Auwaldsee erreicht 3. Besondere Vorkommnisse Mit Erreichen des Einsatzraumes INGOLSTADT erfolgt eine weitere Einteilung und Information durch die Einsatzleitung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.