Erster Einsatz aus der neuen Wache

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Erster Einsatz aus der neuen Wache

Rettungsdienst zog in sein neues Domizil um – Mitarbeiter glänzen mit Eigenleistung

Für den Rettungsdienst des Roten Kreuzes in Hammelburg war der Dienstag ein historischer Tag: Erstmals rückten die Sanitäter aus der neuen Rettungswache am Ofenthaler Weg aus.

Im Vorgängergebäude nebenan gingen dagegen die Lichter aus. Noch herrscht Baustellenatmosphäre im neuen Rotkreuzzentrum am Krankenhaus. Dort bündeln ab Februar Rettungsdienst und Ehrenamtliche von Sanitätsbereitschaft und Wasserwacht ihre Schlagkraft. Der Rettungsdienst bildet die Vorhut beim Einzug.

„Wir sind schon erleichtert“, kommentiert eine Rettungssanitäterin den Umzug. Mitarbeiter aus dem ganzen Rotkreuz-Kreisverband schleppen in der heißen Phase Tische, kleben Tapeten, stellen Betten auf und räumen Verbandsmaterial ein. „Das ist fantastisch“, kommentiert Projektleiter Sebastian Dresbach den Gemeinschaftsgeist.

Ein Umzug war längst überfällig. Die Unterbringung in der alten Rettungswache ähnelte einer Massenmensch-Haltung. Das Gebäude war vor 30 Jahren für einen Rettungswagen und eine Zweierbesatzung konzipiert worden.

Zuletzt drängten sich dort bei den Tagschichten bis zu sieben Mitarbeiter. Sie konnten sich zwischen den Regalen mit medizinischem Gerät kaum aus dem Weg gehen. Damit der Rettungswagen in die Garage passte, musste gar eine Aussparung für das Trittbrett in die Wand geschlagen werden.

„Die neue Unterbringung ist luxuriös“, freut sich Sebastian Dresbach auch über die Aussicht aus den Fenstern der ehemaligen Krankenhausverwaltung. Weil die Rhön-Klinikum AG seit mehreren Jahren die Krankenhausbürokratie von Bad Kissingen aus erledigt, war das Gebäude frei geworden.

Neben einem großen Aufenthaltsraum mit Küche und Flachbildfernseher stehen den Rettungssanitätern endlich zwei freundliche Ruheräume getrennt nach Frauen und Männern zur Verfügung; ebenso bei den Duschen. Den gesetzlichen Vorgaben wird der neue Komplex endlich auch mit der Bereitstellung eines Notarztzimmers samt Schreibtisch und Schlafgelegenheit gerecht.

Großzügig auch die Unterbringung von Rettungs-, Kranken- und Notarztwagen. Nun kann die Trage unter Dach herausgenommen werden. Außerdem stehen ein separater Desinfizierungsraum und eine Waschgelegenheit für die Autos zur Verfügung. Nun können die Einsatzfahrten zweckmäßiger abgewickelt werden. In 2010 waren es 2300.

Bis Ende Februar wollen sich auch Sanitätsbereitschaft und Wasserwacht eingerichtet und den ersten Blutspendetermin abgewickelt haben. Ehrenamtliche Rotkreuzler erbrachten beim Umbau rund 8000 Stunden.

Bilder und Text von:
Main-Post, 11. Januar 2011, 16:48 Uhr, http://www.mainpost.de/

Erster Einsatz aus der neuen Wache

Rettungsdienst zog in sein neues Domizil um – Mitarbeiter glänzen mit Eigenleistung

  • Premiere: Matthias Heidenreich und Ivo Hauer starten das erste Mal aus der neuen Rettungswache zu einem Einsatz.Foto: Wolfgang Dünnebier

Für den Rettungsdienst des Roten Kreuzes in Hammelburg war der Dienstag ein historischer Tag: Erstmals rückten die Sanitäter aus der neuen Rettungswache am Ofenthaler Weg aus. Im Vorgängergebäude nebenan gingen dagegen die Lichter aus.

Noch herrscht Baustellenatmosphäre im neuen Rotkreuzzentrum am Krankenhaus. Dort bündeln ab Februar Rettungsdienst und Ehrenamtliche von Sanitätsbereitschaft und Wasserwacht ihre Schlagkraft. Der Rettungsdienst bildet die Vorhut beim Einzug.

„Wir sind schon erleichtert“, kommentiert eine Rettungssanitäterin den Umzug. Mitarbeiter aus dem ganzen Rotkreuz-Kreisverband schleppen in der heißen Phase Tische, kleben Tapeten, stellen Betten auf und räumen Verbandsmaterial ein. „Das ist fantastisch“, kommentiert Projektleiter Sebastian Dresbach den Gemeinschaftsgeist.

Ein Umzug war längst überfällig. Die Unterbringung in der alten Rettungswache ähnelte einer Massenmensch-Haltung. Das Gebäude war vor 30 Jahren für einen Rettungswagen und eine Zweierbesatzung konzipiert worden.

Zuletzt drängten sich dort bei den Tagschichten bis zu sieben Mitarbeiter. Sie konnten sich zwischen den Regalen mit medizinischem Gerät kaum aus dem Weg gehen. Damit der Rettungswagen in die Garage passte, musste gar eine Aussparung für das Trittbrett in die Wand geschlagen werden.

„Die neue Unterbringung ist luxuriös“, freut sich Sebastian Dresbach auch über die Aussicht aus den Fenstern der ehemaligen Krankenhausverwaltung. Weil die Rhön-Klinikum AG seit mehreren Jahren die Krankenhausbürokratie von Bad Kissingen aus erledigt, war das Gebäude frei geworden.

Neben einem großen Aufenthaltsraum mit Küche und Flachbildfernseher stehen den Rettungssanitätern endlich zwei freundliche Ruheräume getrennt nach Frauen und Männern zur Verfügung; ebenso bei den Duschen. Den gesetzlichen Vorgaben wird der neue Komplex endlich auch mit der Bereitstellung eines Notarztzimmers samt Schreibtisch und Schlafgelegenheit gerecht.

Großzügig auch die Unterbringung von Rettungs-, Kranken- und Notarztwagen. Nun kann die Trage unter Dach herausgenommen werden. Außerdem stehen ein separater Desinfizierungsraum und eine Waschgelegenheit für die Autos zur Verfügung. Nun können die Einsatzfahrten zweckmäßiger abgewickelt werden. In 2010 waren es 2300.

Bis Ende Februar wollen sich auch Sanitätsbereitschaft und Wasserwacht eingerichtet und den ersten Blutspendetermin abgewickelt haben. Ehrenamtliche Rotkreuzler erbrachten beim Umbau rund 8000 Stunden.

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