Nach zehn Jahren endlich „angekommen“

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Nach zehn Jahren endlich „angekommen“

In den zurückliegenden zehneinhalb Monate haben die Hammelburger Rotkreuzler gewerkelt wie die Weltmeister – insgesamt rund 11 600 Stunden. Die Frauen und Männer haben all die vielen Strapazen gerne auf sich genommen. Wussten sie doch, dass sie nach einer rund zehnjährigen Odyssee endlich am Ziel ankommen werden: In „ihrem“ neuen Rotkreuzhaus am Ofenthaler Weg.

Zwar wartet im Außenbereich und in der Fahrzeughalle noch viel Arbeit. Doch der Einzug in das mit der Kraft der eigenen Hände in freiwilliger, ehrenamtlicher Arbeit hergerichtete Domizil ist weit mehr als nur das Erreichen eines Etappenziels. Die Rotkreuzler sind endlich da, wo sie immer hinwollten: In ihren eigenen vier Wänden.

Dennis Frey, Florian Bremer und Klaus Weigand, die „Stehaufmännchen“ unter den zehn bis 15 hart gesottenen Helfern, haben Engagement vorgelebt und mit ihrem Fleiß auch die übrigen Helfer motiviert. Ganze Familienclans rückten an, um das einstige Verwaltungsgebäude der Sozialeinrichtungen zu entkernen, mit neuer Haustechnik zu versehen und für die eigenen Zwecke fein herzurichten.

Gesamtkosten: Rund eine Million Euro

Der Materialaufwand wird vom BRK-Kreisverband getragen. Er macht für das gesamte Projekt inklusive neuer Fahrzeughalle rund eine Million Euro locker. Hingegen ist der Umbau des Gebäudes zu einem großen Teil von den Mitstreitern der örtlichen Rotkreuzorganisationen, der Wasserwacht-Ortsgruppe und der Bereitschaft, geleistet worden. Darauf können die Frauen und Männer sehr stolz sein. Viele von ihnen haben nicht nur Stunde um Stunde gearbeitet, sondern auch noch ihr eigenes Werkzeug verschlissen.

„Der Ausbau des Rotkreuzhauses war eine Bewährungsprobe für das ganze Team“, sagt Dennis Frey. Er hat sich vor Ort maßgeblich mit um die Koordination der Arbeiten gekümmert. Und er ist mächtig stolz: Auf das Team, das Geschaffene und nicht zuletzt auch auf die von Dritten, von Firmen, gewährte Unterstützung. „Wir haben bis zu zehn Stunden am Stück gewürgt. Das war harte Arbeit, hat aber auch viel Spaß gemacht.“ Jetzt, wo das Werk seiner Vollendung entgegen geht, überwiegt die Freude.

Dringend auf Spenden angewiesen

Lehrsäle, Lager- und Sanitärräume sind bezugsfertig. Was den hiesigen Rotkreuzlern jetzt noch Kopfzerbrechen macht, ist die Möblierung. Wasserwacht und Bereitschaft hoffen darauf, dass sie diesen Part auch noch hinkriegen – dank der Unterstützung durch großherzige Spender. Jeder Beitrag ist willkommen und kann geleistet werden durch eine zweckgebundene Spende auf das Konto 4556 bei der Sparkasse Bad Kissingen (BLZ 793 510 10) unter dem Stichwort „Rotkreuzhaus Hammelburg“. Bereitschaft, Wasserwacht-Ortsgruppe und Jugendorganisation sagen schon im Voraus herzlich Dankeschön.

Am 11. Januar war bereits die Rettungswache in das Obergeschoss eingezogen (wir berichteten ausführlich). Sobald die Restarbeiten erledigt sind, wollen die Rotkreuzler eine zünftige Einweihungsfeier veranstalten und dabei der Öffentlichkeit ihr neues Domizil vorstellen.

Bilder und Text von:
infranken.de, 17.02.2011, Ort: Hammelburg, von: Karlheinz Franz / Saale-Zeitung

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