Wasserwachtler maßen ihre Kräfte

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Wasserwachtler maßen ihre Kräfte

Ortsgruppen aus Bad Brückenau, Hammelburg und Bad Kissingen beim Wettkampf in der Sinnflut

(ghs) Wettkampfstimmung herrschte es am Samstagmorgen in der Sinnflut. 61 junge Wasserwachtler aus den Ortsgruppen Bad Brückenau, Hammelburg und Bad Kissingen traten in verschiedenen Leistungsstufen gegeneinander an.

Die Acht- bis 16-Jährigen maßen sich innerhalb von drei Altersgruppen in den Schwimm- und Tauchdisziplinen. So näherte man sich auf sportlichem Weg dem eigentlichen Ziel, nämlich Ertrinkende aus dem Wasser zu retten. Während die Jüngsten der Leistungsgruppe Stufe I sich im Schwimmen auf der 25-Meter-Distanz maßen, gestalteten sich die Aufgaben für die Älteren schon schwieriger. Sie mussten Gummireifen schwimmend transportiert und mit voller Kleidung eine Wasserrettung vornehmen.

„Für mich ist es eine Herausforderung, die mich reizt“, meinte Doreen Ziegler. Völlig ausgepumpt war sie im Einsatz für ihre Brückenauer Staffelmannschaft am Beckenrand angekommen. Schon sprang der nächste Schwimmer hinein. Die übrigen Brückenauer feuerten mit ihren Zurufen die eigene Mannschaft an.

Die Brückenauer hatten sich tapfer geschlagen. In der Gruppe III (die Ältesten) siegte Bad Brückenau I mit 10 881 Punkten vor Hammelburg I (10 549). Bad Brückenau II lag mit 10 497 Punkten auf Platz drei. Bad Kissingen gewann mit 10 114 Punkten in der Gruppe II vor Bad Brückenau (10 111) und Hammelburg (9843).

Einen beachtenswerten zweiten Platz errangen die Jüngsten der Gruppe I aus Bad Brückenau. Sieger wurde hier das Team aus Hammelburg. Auf dem dritten Platz landete Bad Kissingen.

Nicht teilgenommen hatten die Mannschaften aus Münnerstadt und Maßbach. „Das liegt daran, dass das Münnerstädter Schwimmbad im vergangenen Sommer schließen musste“, bedauerte Falk Hannemann, der Kreisvorsitzende der Wasserwacht. So habe eine permanente Trainingsmöglichkeit gefehlt. Die jungen Kameraden aus den beiden vorgenannten Ortsgruppen hätten hier schlechte Chancen für den Wettbewerb gehabt, wären sie jetzt angetreten.

Gerade das regelmäßige Schwimmen – mindestens einmal in der Woche – und die ständige Weiterbildung zum Rettungsschwimmer seien die Zielsetzung für die Jugend, so Hannemann. Zum Einsatz kam die Wasserwacht kürzlich beim Hochwasser im Januar. Schnelle Eingreifgruppen (SEG) gibt es in Bad Kissingen, Münnerstadt und Hammelburg. An letzterem Standort ist auch der Rettungszug anzutreffen. Dieser kommt bundesweit bei Großereignissen zum Einsatz.

Bilder und Text von:
mainpost.de, 20. Februar 2011, 13:48 Uhr

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