Von der Saale an die Ostsee

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Von der Saale an die Ostsee

Hammelburgerinnen machten zwei Wochen Strandwache in der Kieler Bucht

Hatten viel Spaß: Laura Ferdin und Eva Fella machten zwei Wochen Strandwache an der Ostsee.
(si) 9 Uhr in Kiel: Die Wasserwachtsflagge wird in den Himmel gezogen. Das bedeutet Dienstbeginn für die 27 Rettungsschwimmer, die bis 18 Uhr für Sicherheit und Ordnung an den Stränden der Kieler Bucht sorgen werden. Unter ihnen sind auch die 16-jährige Laura Ferdin aus Euerdorf und die 17-jährige Hammelburgerin Eva Fella.

„Die zwei Wochen Strandwache an den Stränden Falckenstein, Schilksee und Laboe waren eine wunderschöne Zeit, in der wir sehr viele Erfahrungen gesammelt haben“, sagt Laura rückblickend. „Dort hat man auch richtig den Unterschied zwischen der Wasserwacht an der Fränkischen Saale und der um einiges größeren an der Ostsee gemerkt.“

Die beiden Mädchen arbeiteten an der Ostsee wie alle anderen Mitglieder der Wasserwacht ehrenamtlich. Um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten, sorgten sie mit den anderen Rettungsschwimmern für die Einhaltung der Strandbenutzerordnung, machten mit dem Motorboot Bojenkontrollfahrten, leisteten im Notfall Erste Hilfe und liefen regelmäßig den ganzen Strand entlang Streife – und das bei jedem Wetter.

„Wenn man damit nicht klarkommt, dann ist man hier fehl am Platz“, sagt Eva Fella. Bei der Strandwache sind die Helfer in allen Fachbereichen der Wasserwacht tätig, so werde es nie langweilig. Im Einsatzfall wird zuerst mit einer Rettungsboje zum Hilfsbedürftigen geschwommen, der dann vom Rettungsschwimmer sicher an Land gebracht wird. Auch Rettungstaucher müssen manchmal im Meer nach einem Vermissten suchen.

Weitere Fachbereiche betrafen das Motorbootführen und den Naturschutz. So mussten die Hammelburgerinnen einmal beim Einfangen einer verletzten Möwe und beim Schutz der Badegäste vor Feuerquallen aktiv werden.

Neben der Arbeit kam auch der Spaß nie zu kurz. Innerhalb der Wachmannschaft, die sich aus Deutschen, Polen und Bulgaren zusammensetzte, wurden schnell Kontakte geknüpft. So gab es Ausflüge in die Kieler Innenstadt, ins Schwimmbad oder zum Volleyball spielen an den Strand.

Auch zahlreiche Übungen im Meer fanden statt. Höhepunkt war die Vermisstensuche in der Nacht, bei der ein Kind aus einem Jugendcamp verschwunden war. „Man muss zu jeder Tages- und Nachtzeit mit allem rechnen, und so waren wir alle sehr erstaunt, als sich später herausstellte, dass es sich um eine Übung handelte“, erklärt Eva. Ihr schönstes Erlebnis war die NOK-Romantika, eine Veranstaltung, bei der sich am kompletten Ufer des Nord-Ostsee-Kanals Menschen mit Fackeln versammeln. Die Hammelburgerin musste das Spektakel mit Wasserwachtlern aus Kiel vom Boot aus absichern.

Nach zwei spannenden Wochen und 252 geleisteten Wachstunden kehrten die Wasserwachtler wieder zurück. Auch Micha Büttner war in dieser Zeit im Einsatz. Der Hammelburger hielt zwei Wochen Strandwache bei der Wasserwacht Rostock in Markgraphenheide.

 

Bilder und Text von:
mainpost.de, 25.09.2011

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